Der Typo-Schnappschuss zwischendurch, eingefangen am Eppendorfer Baum nach einem Schlemmerbummel über den Hamburger Isemarkt.

Die einzigen optischen Wermutströpfchen sind das spürbar zu dicht am C platzierte S und das etwas schief hängende T bei SCHMIDT. Ich konnte nicht widerstehen, das mal schnell etwas zurechtzuschieben. Eigentlich gehört auch das I noch ein Ideechen nach rechts, aber ich habe hier ja schließlich auch noch den Haushalt … 😉

Auf der Website des traditionsreichen Fischgeschäfts (»seit 1929«) ist im Header eine an die Ladenbeschriftung angelehnte Nachzeichnung des Fassadenlogos zu sehen. Hier sind zwar die Buchstabenabstände in der Unterzeile harmonischer, aber dafür entfernt sich die Form des S merklich vor der Vorlage.

Zuerst tippte ich bezüglich der SCHMIDT-Schriftart beim Website-Logo auf die Futura, aber die Formen von S und C sprechen dagegen. Eine Online-Schriftsuche ergab eine große Wahrscheinlichkeit für die Schrift »Filson Pro Heavy« (Olivier Gourvat, 2016). Hätte der oder die Gestalter/in sich stattdessen für die »Chronica Pro Bold« – interessanterweise vom selben Schriftgestalter (für Mostardesign, 2015) – entschieden, würde auch das breitere S besser mit dem Schriftzug außen am Laden übereinstimmen.

Aber von diesen kleinen Nerdpetitessen abgesehen ist das mal wieder ein hinreißendes Neonrelikt – und selbst die Fläche mit den abgeplatzten kleinen Hintergrundkacheln trägt durchaus ihren Reiz zur Gesamtkomposition bei, finde ich. 🤓 🔠 🐟