verknallt in Schrift und Buchstaben

Kategorie: Antiquitäten (Seite 16 von 17)

Von Vintage über historisch bis antik, in Stein gemeißelt, gemalt, als Relief oder traditionell gedruckt – in dieser Kategorie landet alles, was garantiert schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

27.10.2023

Diesmal ein echt »antikes« Foto aus meiner Sammlung, geknipst in Berlin am 04. Oktober 2008 in der Nähe der U-Bahnstation Spittelmarkt. Die Buchstaben einer Leuchtreklame waren abmontiert und in einem Gewerberaum zwischengelagert worden, den man durch ein großes Schaufenster vom Bürgersteig aus einsehen konnte. Die Datei auf meiner Festplatte trägt den Namen »CIMG3710_Typofriedhof.jpg«.

Ich habe diese Woche mal ein wenig recherchiert, ob ich 2023 noch herausfinden kann, zu welchem werbenden Unternehmen die Lettern damals gehörten, und siehe da – es war das Modegeschäft EBBINGHAUS. Auf Wikipedia findet sich ein Bild des Gebäudes mit dem kompletten Schriftzug vor der Demontage und das A aus dem Schriftzug wurde sogar vor der Entsorgung bewahrt und befindet sich jetzt im Berliner »Buchstabenmuseum«.

24.05.2023

Ab und zu fallen mir im Alltag Designs auf, die wie ein Fels in der Brandung alle Trends, Hypes, Moden über viele Jahrzehnte unverändert zu überdauern scheinen. Ein Beispiel dafür ist diese papierene Obst-/Gemüsetüte, die man bei stationären Händlern oder auf Wochenmärkten in Deutschland immer wieder überreicht bekommt und an die ich mich schon gefühlt ewig erinnern kann. 🍇🍍🍎🍒



Ich finde es schön, dass es so etwas gibt. Zu gerne wüsste ich, wer (und wann?) der Grafiker oder die Grafikerin war, der dieses Motiv einst gestaltet hat. Vermutlich hat er/sie sich nicht träumen lassen, dass dieses Tütendesign im Jahr 2023 immer noch im Umlauf sein wird, wenngleich mit angepasster Rechtschreibung beim »Esst« (im Originalmotiv stand »Eßt«). Und wie wurde der Entwurf seinerzeit vergütet? Mit einer Einmalzahlung – oder mit wiederholten Nutzungsvergütungen für jede der zahllosen Neuauflagen? Vermutlich wohl eher ersteres. Bleibt zu hoffen, dass der oder die Künstler*in damals mehr für seine Arbeit bekommen hat, als in diese Tüte passt und nicht bloß »einen Appel und ein Ei« … 😉 🎨 💶



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