Das Typographische Fundstück

verknallt in Schrift und Buchstaben

Seite 2 von 23

19.12.2025

Das typographische Fundstück der Woche besteht heute aus zwei Fotos der Fassade eines historischen Hauses in Freiburg in der Herrenstraße 34. Es ist wohl eines der ältesten erhaltenen Häuser in der Stadt überhaupt und genießt unter dem Namen »Haus zur alten Waag/zum alten Wag« den Status eines »Kulturdenkmals gemäß § 12 Denkmalschutzgesetz«.

Das Motiv ist keinesfalls neu, es ist im Internet bereits auf Fotos aus allerlei Perspektiven und verschiedenen Zeiten zu finden. Dennoch habe ich es für den heutigen Beitrag ausgewählt, weil ich es zum einen ausnehmend schön finde und ihm zum anderen durch die nachfolgenden Recherchen vielleicht doch noch einen interessanten zusätzlichen Kontext hinzufügen kann, der so bisher noch nicht behandelt wurde.

»Das dokumentierte Gebäude gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden in Freiburg. In seiner ursprünglichen Form zu Beginn des 13. Jh. dürfte es sich um einen zweigeschossigen Bau mit Keller und zur Straße geneigtem Pultdach gehandelt haben.

Um 1173 (d/g) Errichtung des ersten Steinhauses mit verputztem Keller.
Abtiefung des Kellers um 2m, Einbau einer Zwischenbalkenlage, rückseitigen Erweiterung und Aufstockung 1225 (d).
(…) Bau der Westfassade der Kooperatur 1435 (d), sie bildet die Hofmauer des Alten Wags.
Verkauf des Gebäudes 1544 (…) mit vermutlich einhergehendem durchgreifendem Umbau: wohl Aufstockung um ein Geschoss, neue Hof-/Straßenfassade, neue Deckenbalken über EG und OG.
Erstmalige Nennung des Namens zum alten Wag 1565

QUelle: bauforschung-bw.de

Zur Aufnahme oder Beendigung der Geschäftstätigkeit der Druckerei konnte ich leider keine Angaben ermitteln. Aber im Netz finden sich zumindest Abbildungen gedruckter Postkarten, die zwischen 1899 und 1948 dort produziert wurden.

Die aufwendige Bemalung scheint seit jeher gewissenhaft gepflegt worden zu sein, im Bestand des Staatsarchivs Freiburg/Landesarchiv Baden-Württemberg befinden sich farbige Fotos, z.B. aus dem Jahr 1983 und ein schwarzweißes Motiv wohl noch deutlich früheren Datums, auf dem sie ebenso gut erhalten wirkt wie aktuell.

Bei der Schrift handelt es sich um eine – wahrscheinlich vom damaligen Schriftenmaler entworfene oder modifizierte – gebrochene Schrift aus der Gruppe der sog. »Textura-Schriften«. Dies schließe ich zum einen aus den variierenden Formen oder Breiten bei mehrfach vorkommenden gleichen Buchstaben (d, r, h) und den besonderen Abschlüssen der Buchstaben (t oben, h oben, g unten). Auch die prächtigen, goldbelegten und mit Verzierungen versehenen Initialen, die optimal in die verfügbaren Flächen auf der Fassade eingebunden sind, legen eine individuelle Gestaltung nahe. Als Beispiele für digitale Fonts mit ähnlicher Anmutung würde ich etwa die »Amador« (Jim Parkinson, 2004) oder die »Notre Dame« (Karlgeorg Hoefer für Linotype, 1991) nennen.

Obwohl die Bemalung frühestens angebracht worden sein dürfte, als die Druckerei in dem Haus ihren Betrieb aufnahm und vermutlich auch nicht vor Beginn des 19. Jahrhunderts, da die im Druckhaus genutzte Technik der Lithographie erst 1798 erfunden wurde, erfolgte die Wahl der Schriftart möglicherweise keinesfalls rein willkürlich, denn die Zeit der Entstehung und verbreiteten Nutzung der Textura-Schriften (12. bis 14. Jahrhundert) überlappt sich zum Teil mit den obengenannten wesentlichen Bau- und Umbauphasen des historischen Hauses (1173–1565). Man könnte also vermuten, dass die einstigen Auftraggeber oder Handwerker mit der Umsetzung auf dessen Wurzeln Bezug nehmen wollten.

Ein bisschen »störte« mich in der Beschriftung zunächst das &-Zeichen (Et-Zeichen oder »Ampersand«). Nach dem ersten Blick vermutete ich, dass dieses Zeichen zur Zeit der alten Textura-Schriften in dieser modern anmutenden, 8-artigen Form noch gar nicht existierte. Doch hier musste ich mich eines Besseren belehren lassen: Die verschlungene Ligatur, entstanden aus den beiden Buchstaben des lateinischen Wortes »et« (für »und«), existiert in der heute zumeist gebräuchlichen, schlaufenartigen Form tatsächlich bereits seit etwa dem 4. Jahrhundert, wie ich aus dem Beitrag »The story of the Ampersand« anhand von Abbildungen aus alten Manuskripten lernen durfte.

Und so schließe ich den heutigen Beitrag wieder einmal mit der Erkenntnis, dass es auch über schon öfter gezeigte oder gesehene Dinge noch Interessantes zu erfahren gibt – wenn man einfach noch einmal etwas genauer hinsieht. 🤓 🔠 🔎

15.12.2025

Als typographisches Montagsbonbon serviere ich heute einen eher herzhaften statt süßen Beitrag. Ich hatte in einem früheren Artikel schon einmal erwähnt, wie gerne ich auf Reisen – insbesondere ins Ausland – große Supermärkte durchstreife und mir die Produkte und ihre Verpackungen ansehe, die es in deutschen Geschäften nicht gibt.

Auf einem Tagesausflug nach Basel tat ich genau das wieder in einer MIGROS-Filiale, vergleichbar etwa mit einer hiesigen Kaufland-Niederlassung. Dort fiel mir im Kühlregal diese rein typographisch gestaltete Frischepackung für einen neutralen Pizzateig zum Selbstbelegen auf. Keine Klarsichtfolie bzw. kein Plastik, keine italienischen Farb- oder Bildmotiv-Stereotypen, keine Abbildungen von Pizza, Tomaten, Basilikum, Mozzarella oder anderen banalen »Serviervorschlägen«. Stattdessen lediglich ein Becher mit einer Banderole aus nachhaltig anmutendem Kraftpapier bzw. -karton und eine einfarbige, rein schwarze Beschriftung in einer – vermutlich eigens handgezeichneten – kräftigen Schrift, welche die Assoziationen »hausgemacht«/»selbstgemacht/handwerklich« und »rustikal« aufruft. Alles Weitere wird der Fantasie der Käufer*innen überlassen.

Wie findet Ihr die Idee, geeignete Lebensmittel auch mal »nur mit Typo« zu verpacken und auf übliche, oft schon tausendmal gesehene bildliche Designklischees zu verzichten? Spontan fallen mir als weiteres Beispiel noch die Verpackungen der nachhaltigen Schokoladenmarke »Tony’s« ein.

Mir persönlich gefällt’s und ich würde mich freuen, künftig öfter mal etwas Abwechslung dieser Art in den Regalen anzutreffen. 🤓 🔠 🍕 📦

12.12.2025

Zu den Erkenntnissen beim Recherchieren zu historischen typographischen Funden gehört auch, dass man manchmal in einer Sackgasse landet oder online ab einem gewissen Punkt einfach nicht mehr weiterkommt. Würde ich für dieses Hobby finanziell entlohnt, hätte ich nicht übel Lust, manchem noch unklaren Detail auch offline nachzuforschen, an Lebensorte der Urheber*innen zu reisen, Stadtarchive oder Bibliotheken zu besuchen und in alten Dokumenten zu blättern. Doch als reiner Steckenpferdreiter ist es dann sinnvoller, die Recherche in solchen Fällen abzubrechen und sich mit dem zu begnügen, was im Netz auffindbar war.

So ergab es sich mit dem heutigen Fundstück, das ich (ebenfalls wieder) in Freiburg entdeckte. Ziemlich versteckt und hoch oben, neben dem Türsturz zum Eingang einer Anwaltskanzlei in einem großen prächtigen Eckgebäude, erspähte ich zufällig ein steinernes Relief, das ich zunächst für das einstige Firmenschild des benannten Gewerbes hielt – und machte ein Foto davon.

Die untere linke Ecke der Relieftafel ist mittlerweile durch den nachträglich eingebauten, modernen Türrahmen verdeckt, trotzdem bleibt die Inschrift komplett lesbar, sie lautet: »Architekten Hans-Schütte W.-Schneider Mitarbeiter«. Auf dem Foto eines Users bei Google Maps sind die Platzierung und Größe des Reliefs sehr gut zu sehen.

Interessant an der Schreibweise fand ich die Bindestriche zwischen den Vor- und Nachnamen beider Personen und dass der Vorname der erstgenannten ausgeschrieben, der nachfolgende jedoch abgekürzt ist.

Zuerst versuchte ich, etwas zu dem Gebäude an dieser Adresse herauszufinden und zu ergründen, ob dort ggf. zu früherer Zeit ein Architekturbüro ansässig war. Das eindrucksvolle Gebäude mit abgerundeter Eckfassade trägt bis heute den Namen »Dreisameck«, benannt nach dem Fluss Dreisam, der keine 80 Meter entfernt davon durch Freiburg fließt.

Unter dieser Adresse, an der Kaiser-Joseph-Straße 284, so erfuhr ich weiter, befand sich keineswegs die Niederlassung der auf dem Schild benannten Architekten. Vielmehr ist die Tafel eine Art Signatur, da sie maßgeblich für den Entwurf und die Planung des Hauses verantwortlich waren.

»Hier erwarb Anfang des Jahres 1909 die seit 1906 in Freiburg ansässige Dresdner Bank das Eckgrundstück Schreiber-/Kaiserstraße. Sie ließ das darauf stehende Wohngebäude abreißen und begann Mitte des Jahres mit der Errichtung eines Neubaus. Geplant und ausgeführt wurde das imposante Gebäude von den Architekten H. Schütte und W. Schneider. Die Fassade, ganz aus Muschelkalk (Würzburg) und Granitgestein (Yach), wurde im barocken Erscheinungsbild, aber auch unter vom Jugendstil geprägten Einfluss gestaltet.«

QUelle: Badische Zeitung

Mit dieser Auskunft bestätigte sich auch meine Vermutung, dass die für das Relief ausgewählte Schrift in der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende zu suchen war. Sie erinnerte mich auf Anhieb an eine Gruppe von Schriften jener Zeit, die dem Jugendstil zuzuordnen sind. Und tatsächlich passen auch die Veröffentlichungsdaten dieser spontan assoziierten Schriften perfekt zum Baujahr des Hauses: Als Erstes würde ich die »Trianon« (Heinrich Wieynck für Bauersche Gießerei, 1905) nennen, digital neu interpretiert von Ralph M. Unger unter dem Namen »RMU Trifels« (2020). Sehr ähnlich ist die »Manola« (Ludwig & Mayer, 1906), ebenfalls neu interpretiert von Ralph M. Unger als »RMU Manolo« (2019). Weitere, spätere – aber auch bis heute bekanntere – Varianten sind die »Nuptial Script« (Edwin W. Shaar für Intertype Corporation, 1952) und »Floridian Script« (Monotype, 1972). Und in dem online einsehbaren historischen Schriftmusterbuch »Hauptprobe in gedrängter Form der Bauerschen Giesserei, Frankfurt am Main« (1900) auf Seite 151 findet sich eine sehr anmutige Verwandte unter dem Namen »Zirkularschrift Chic«.

Die gemeißelte Inschrift ist zwar nicht deckungsgleich mit den recherchierten Schriftarten, aber sowohl ihre »hybride« Anmutung zwischen Schreib- und Druckschrift und etliche formale Details lassen dennoch eine große Verwandtschaft erkennen. Vermutlich wurde der Schriftzug eigens für die auftraggebenden Architekten gestaltet, was auch die Unterschiede zwischen mehrmals vorkommenden gleichen Buchstaben (am deutlichsten z.B. bei den beiden S) bekräftigen.

Doch wer waren die beiden Architekten, die dieses Gebäude entwarfen? Und waren sie seinerzeit noch für andere, bis heute erhaltene Bauwerke verantwortlich? Die Recherche dazu gestaltete sich deutlich mühsamer. Schon der Vorname des zweiten Mitarbeiters auf dem Schild ließ sich nicht herausfinden, weder im Kontext mit seinem Kompagnon noch mit der Profession als Architekt – und allein mit dem Nachnamen »Schneider« kam ich schon gar nicht weiter.

Hingegen gibt es im Netz zwar zahlreiche Hinweise auf einen Hans Schütte, der während der fraglichen Zeit als Architekt tätig war, jedoch sind diese recht widersprüchlich. Eine Angabe »geboren 1897, gestorben 1927« muss entweder falsch sein oder sich auf einen anderen Architekten gleichen Namens beziehen, denn ansonsten wäre Herr Schütte im Baujahr des Dreisameck erst 12 Jahre alt gewesen. Auf der Website des Architekturmuseums der Technischen Universität Berlin findet sich ein spärlicher Eintrag ohne Todesjahr zu einem Architekten Hans Schütte, der 1871 geboren worden sein soll, was schon deutlich plausibler erscheint.

In der Chronik an Gebäuden unter Federführung eines Hans Schütte finden sich zeitlich passende Einträge, interessanterweise aus Berlin, also quasi am anderen Ende des Landes. So etwa für die Gemeindeschule in Berlin-Lichtenberg (erbaut 1904/1905) sowie, im gleichen Stadtbezirk, die Alte Feuerwache (entstanden um 1898). An zwei anderen Stellen wird die Beteiligung eines Hans Schütte – sogar mit dem Titel »Regierungsbaumeister« – am Bau des Rathauses in Berlin Köpenick erwähnt:

»Für die Ausführung des ohne Grunderwerb, Innenausstattung und Bauleitungskosten auf 375.000 Mark bilanzierten Bauwerks holten sich die Stadtväter am 4. Februar 1901 Regierungsbaumeister Hans Schütte aus Bonn an die Spree, der die Rathausbaukommission am 12. April 1901 mit seinen Entwürfen zu überzeugen vermochte.«

Quelle: berlin.de

»Neubau (1902/05), märkische Backsteingotik mit fünfteiligem Ziergiebel und Turm (54 m). Entwurf von Regierungsbaumeister Hans Schütte

Quelle: tourbee.de

Dabei musste ich es dann belassen, mehr war mit meinen Mitteln nicht herauszufinden. Aber es war wieder einmal eine spannende Reise in die Vergangenheit, angestoßen von einem zufälligen Seitenblick in den unscheinbaren Hauseingang eines Freiburger Geschäftshauses. 🤓 🔠 🏛️

08.12.2025

Montagsbonbonzeit!

In England schreibt man »Push«, in Deutschland »Drücken«, in Dänemark »Tryk«, in Frankreich »Poussez«. Unbekannt war mir bis zur Sichtung dieses Fundstückes aus Basel, dass man in der Schweiz die Aufforderung »Stossen« bevorzugt.

Bei der Identifikation der Schriftart jedoch muss ich diesmal passen. Es ist keine der mir bekannten »Compressed«-Varianten der »Bodoni«, nicht die »Bordeaux«, die »Onyx«, »Fashion Didot«, »Romantica« und auch keine andere der extrem schmalen klassizistischen Antiqua-Schriften, die ich verglich. Die Buchstaben machen auch nicht den Eindruck, als seien sie in der Breite aus einer weiter laufenden Schrift schmal »zusammengestaucht« worden. Lediglich O und N wirken – insbesondere in der schwarzweißen Nachzeichnung – in meinen Augen etwas zu schmal im Vergleich zu den Proportionen der restlichen Zeichen.

Vielleicht ist es eine spezielle Schweizer Schriftart? Oder eine, die exklusiv für Gravurwerkstätten produziert wurde, die derartige Schilder herstellen?

Ich lasse diese Frage daher heute mal sperrangelweit offen. 🤓 🔠 🚪

05.12.2025

Auf der Nerdfrage hinter dem typographischen Fundstück dieser Woche kaue ich schon eine ganze Weile herum. Aber jetzt habe ich mich dann doch mal aufgerafft, sie zu beantworten.

Am Montag, dem 16. April 2012 um 04:02 Uhr hielt nach dem Umbau des Bahnhofs Berlin Ostkreuz zum ersten Mal eine S-Bahn am Gleis in der neu errichteten, 132 Meter langen und 15 Meter hohen Bahnhofshalle. Der Umbau des Bahnhofs startete im Jahr 2006 und auch nach Inbetriebnahme der Halle war er noch lange nicht abgeschlossen. Erst im Dezember 2018 wurden die Bauarbeiten nach 4703 Tagen und rund 500 Millionen Euro Baukosten (statt der ursprünglich veranschlagten 411 Millionen) vorläufig für abgeschlossen erklärt.

Ein markantes Kennzeichen des neuen, weithin sichtbaren Gebäudes, das ab 2011 errichtet wurde, ist der riesenhafte Schriftzug »OSTKREUZ« auf der markanten Glasfassade an der Westseite. Er wurde etwas über ein Jahr vor Ende der Fertigstellung der Halle angebracht.

Schon oft stand ich zusammen mit anderen Fahrgästen am Gleis direkt vor den großen Buchstaben und fragte mich, welche Schriftgröße (in Punkt!) sie wohl hätten. Das Gleisbett zu überqueren und ein Maßband anzulegen, wäre wohl keine sonderlich gute Idee gewesen. Daher musste mal wieder das Internet ran. Die Suche dauerte eine ganze Weile, aber dann fand ich tatsächlich eine Angabe dazu:

»Seit dem 6. Oktober 2017 prangt der Bahnhofsname, im Mittel 6,50 Meter hoch, über die ganze Länge der westlichen Glasfassade der Ringbahnhalle. Die Folien-Farbe heißt ›904 Silbersee metallic‹.«

Quelle: sbahn.berlin

Der Zusatz »im Mittel« bedeutet vermutlich, dass sich das Maß von 6,50 m Höhe auf jene Buchstaben bezieht, die oben und unten gerade abschließen (T, K, R, E, Z). Die gerundet abschließenden Buchstaben (O, S, U) dürften gemäß gängiger typographischer Gepflogenheiten etwas größer angelegt sein, um optisch gleich groß zu erscheinen.

Weil ich zu faul zum Rechnen war (ich geb’s zu), übertrug ich die Kalkulation der Punktgröße an ChatGPT und erhielt folgende Antwort:

Rechnung:

1 Punkt (pt) = 0,35278 mm

Mittlere Höhe der Buchstaben: 6,50 m = 6.500 mm

Umrechnung in Punkt:

ChatGPT lieferte sogar noch einen wichtigen Hinweis:
»In der Typografie bezieht sich die Punktgröße nicht auf die tatsächliche Versalhöhe (Höhe des Großbuchstabens), sondern auf die sog. ›Kegel­größe‹ – ein Fachausdruck aus dem früheren Schriftsatz mit physischen Drucklettern. Der echte Buchstabe ist also immer etwas kleiner als die Punktgröße. Wenn man aber Buchstabenhöhe und Punktgröße gleichsetzt (so wie hier), erhält man einen Wert von rund 18.400 Punkt

Dies bedeutet, dass der Schriftgrad in Punkt (pt) keineswegs ein verlässliches Maß dafür ist, welche Höhe in mm beispielsweise die Großbuchstaben einer bestimmten Schrift haben. Das kann man sehr anschaulich selbst in einem Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word nachprüfen: Wechselt man dort bei einem Text die Schriftart und behält den eingestellten Schriftgrad bei, ändern die Buchstaben oft trotzdem ihre Größe. Das Verhältnis der Großbuchstaben zu den Kleinbuchstaben ist von Schrift zu Schrift ebenso variabel wie die Dimensionen und Proportionen der Ober- und Unterlängen bei b, p, g oder y. Der Schriftgrad liefert lediglich einen groben Anhaltspunkt dafür, wie groß eine Schrift ungefähr ist. Korrespondenz- und Lesetexte sind meist in einem Schriftgrad zwischen 9 und 12 pt angelegt, Fußnoten oder Bildunterschriften liegen gern zwischen 6 und 10 pt , Überschriften über Textabschnitten variieren bevorzugt zwischen 14 und 24 pt und große aufmerksamkeitsstarke Headlines oder Titelzeilen sind üblicherweise ab 36 pt aufwärts angelegt. Die Bewertung und Feinjustage, in welcher Größe welcher Text gut lesbar ist, seinen Zweck erfüllt und zudem auch gut aussieht, muss letztlich nach eigenem gestalterischem Empfinden erfolgen.

Ergänzend wollte ich daher natürlich gerne auch noch wissen, in welcher Schriftart die Mega-Lettern umgesetzt wurden. Theoretisch und anhand der ersten Anmutung der Buchstaben hätte es die »FF Transit«, die 1990 von Erik Spiekermann/MetaDesign gestaltete Unternehmensschrift der BVG, sein können. Aber nachdem ich die verwendeten Zeichen genauer inspiziert hatte, schied diese Vermutung aus. Besonders gut geeignet zur Bestimmung der Schriftart sind der Neigungswinkel der Zeichen bzw. der Winkel der Bogenabschlüsse des S, der spitze Winkel der Schenkel des K in Richtung des Stamms und das am oberen Ansatz geschwungene Bein des R. Ein besonders auffälliges Merkmal sind die unterschiedlich breiten Auf- bzw. Abstriche des U (auch im zweiten Foto oben erkennbar), denn alle anderen hier genutzten Buchstaben ließen eher vermuten, dass die Strichstärke bei dieser Schrift durchgängig gleich breit angelegt ist.

Das U war es dann auch, das mich auf die richtige Fährte brachte. Und: Am Bahnhof Ostkreuz halten zudem ausschließlich S-Bahnen und Züge des Regionalverkehrs, der Betrieb geschieht somit ohne U-Bahnen und größtenteils im Auftrag der Deutschen Bahn – die BVG ist an diesem Halt lediglich für den Buslinienbetrieb an den Haltestellen der Straßen vor dem Gebäude zuständig.

Die genutzte Schriftart ist die »DB Sans Condensed Black Italic«, ein Schnitt aus dem exklusiven Schriftsystem »DB Type« der Deutschen Bahn. Die Schrift wurde 2005 von Erik Spiekermann (s.o.) und Christian Schwartz entwickelt und begegnet Reisenden seither an nahezu jedem »Touchpoint« ihrer Reise an Bahnhöfen und in Zügen sowie auf allen Medienkanälen der DB.

Und nun konnte ich auch noch den letzten Aspekt meiner Frage ergründen. Ihr erinnert Euch an den obigen Hinweis von ChatGPT, dass die tatsächliche Höhe der Buchstaben von der verwendeten Schriftart abhängt? Da ich diese jetzt kannte, konnte ich nachmessen. Das E der »DB Sans Condensed Black Italic« hat – auf Basis der mir zugänglichen Quelle – bei einem Schriftgrad von 100 pt die spezifische Höhe von 25,649 mm. Sofern also das E auf der Fensterfront des Bahnhofs Ostkreuz tatsächlich 6,50 m (6.500 mm) hoch ist, passt mein 100-pt-E rund 253,4-mal übereinander dort hinein. Ich müsste also meinem E in der Schriftart »DB Sans Condensed Black Italic« einen Schriftgrad von rund 25.340 pt zuweisen, damit der Buchstabe eine Höhe von 6,50 m hat.

Falls ihr mich also beizeiten mal am westlichen S-Bahn-Gleis am Ostkreuz wartend stehen seht und ein wissendes Lächeln meine Lippen umspielt, dann wisst ihr ja jetzt, wieso.
😅 🔠 🤓 📏

Weiterführende Links zum Umbau des Bahnhofs:
➡️ Tagesspiegel vom 15.04.2012: »Premiere unterm Glasdach«
➡️ Tagesspiegel vom 08.12.2018: »Bauarbeiten am Ostkreuz beendet«

01.12.2025

Heute halte ich Euch beim typographischen Montagsbonbon gleich die ganze Tüte zum Zugreifen hin, denn auf andere Weise wird mein Berg an Freiburg-/Basel-Fundstücken ansonsten niemals kleiner. Infos zu den Geschäften und Betrieben habe ich diesmal nur wenige recherchiert – nehmt es heute einfach als nostalgisches Bilderpotpourri »nur« zum Anschauen. 🤩 🤓 🔠

28.11.2025

Ich finde, das Deutschlandticket (mal abgesehen von der ebenso quälenden wie kontraproduktiven politischen Preisdiskussion) ist eine großartige Sache. An den meisten Orten, an denen ich mich aufhalte, wird Mobilität dadurch für mich quasi zum »No Brainer«. Ich muss nur bei wenigen, spärlicher getakteten Verkehrsmitteln die Abfahrtzeiten kennen, ansonsten genügt es, zu einer passenden Haltestelle zu gehen und los geht’s. Es ist wie Licht anknipsen oder den Wasserhahn aufdrehen. Ich muss mich nicht um Versicherungsprämien, eine Pannenhilfe-Mitgliedschaft, Inspektionen, Reparaturen, Benzinpreise oder mühselige Parkplatzsuche kümmern. Famos!

Somit nutze ich auch an Reisezielen zur Fortbewegung fast nur den ÖPNV. Oft schaue ich in oberirdisch verkehrenden Bahnen oder Bussen während der Fahrt aus dem Fenster. Auch dabei fallen mir gelegentlich typographische Besonderheiten im Straßenland ins Auge, nur meistens reicht die Zeit dann leider nicht, um spontan ein Foto zu schießen. Aus dem Fenster einer Freiburger Tram entdeckte ich auch das Fundstück des heutigen Beitrags. Ich war gerade kurz zuvor erst eingestiegen und somit lag der Ort der Sichtung nah genug an meiner »Homebase«, um am nächsten Tag noch einmal zu Fuß dorthin zu gehen und das Objekt des Interesses in Ruhe fotografieren zu können.

Der dynamische Namenszug im Zentrum der Beschilderung atmet für mich eindeutig den Charme der 1950er Jahre. Die umgebende gelb-orangefarbene »Klammer« hingegen würde ich farblich und stilistisch eher irgendwann in den 1970er Jahren ansiedeln. Dieses Formelement erinnerte mich sofort an das Logo des einstigen Lebensmittel-Discounters »Plus«, welches von 1972 bis zur Übernahme der Filialen durch Tengelmann und Edeka im Jahr 2010 im Einsatz war (auf der Website plus-sammlung.de ist dessen Evolution übrigens sehr schön dokumentiert).

Die Schriftart, die sich perfekt mit der Kennzeichnung »Chemische Reinigung« links und rechts des Logos in Deckung bringen ließ, ist die »Neue Helvetica Extended Bold«, die allerdings erst 1983 als Mitglied der ausgebauten und neu gestalteten Schriftfamilie »Helvetica Neue« erschien (D. Stempel AG /Linotype).

Damit wären wir für das Entstehungsjahr der Beschilderung in den frühen bis mittleren 1980er Jahren. Diese ungefähre Zeitspanne wird auch untermauert durch öffentlich einsehbare Firmendaten: Bis etwa 1979 firmierte das 1954 gegründete Unternehmen (zeitlich passend zum Stil der Wortmarke) unter dem Namen »Dr. Elisabeth Mohr Chemische Reinigung, Freiburg«, ab dann wurde es zur »Dr. Elisabeth Mohr Chemische Reinigung GmbH, Freiburg« (Quelle: North Data). Womöglich gönnte sich das Unternehmen im Anschluss daran eine neue Ladenbeschilderung.

(Beim ersten Lesen des Doktortitels auf dem Schild hatte ich übrigens intuitiv als Gründer bzw. Inhaber einen älteren Herrn mit graumelierten Haaren, Brille und weißem Kittel vor meinem geistigen Auge. Falsch assoziiert – der Doktor war eine Frau! Mal wieder ein Beweis dafür, wie männlich geprägte Sprache das Denken manipuliert. Aber das nur am Rande.)

Für das Schreibschrift-Logo habe ich erst gar nicht nach einem formal verwandten Font gesucht, dieses wurde mit Sicherheit extra für das Unternehmen entworfen. Am besten gefällt mir daran das freche »Dach« des o. Ein interessantes Detail ist auch, dass beim »Dr« der Punkt weggelassen wurde – eine Schreibweise, die eigentlich dem britischen Englisch entstammt.

Wie ich weiter herausfand, war das Unternehmen in der Region einst überaus erfolgreich. Es bot in seinen besten Zeiten zu Beginn der 80er-Jahre 90 Mitarbeitern in 35 Filialen einen Arbeitsplatz und war laut dem späteren Betreiber Ekkehard Mohr zeitweise »die größte Textilreinigung zwischen Karlsruhe und Basel« – also prinzipiell in der gesamten Schwarzwaldregion. Mit dem Aufkommen pflegeleichter Kleidung, moderner Waschmittel und der fortschreitenden Ausstattung privater Haushalte mit Waschmaschinen und Bügeleisen jedoch ging es mit der Branche stetig bergab. Bis Anfang der 2000er Jahre sank die Anzahl der Filialen auf 12 und die Zahl der Beschäftigten auf 40. Zum 31. Juli 2003 stellte das Unternehmen den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen ein (Quelle: Badische Zeitung). Die Annahmestelle auf meinem Foto ist nach wie vor in Betrieb und als einer von mehreren Standorten auf der Website der Firma »Plank Textilpflege« gelistet, welche laut ihrer Firmenchronik diese Filiale unmittelbar im Jahr der Geschäftsaufgabe übernahm.

Dass die inzwischen seit 22 Jahren eigentlich nicht mehr aktuelle Ladenbeschilderung bis heute an der Fassade verblieben ist, spricht vielleicht für den guten Ruf sowohl des ehemaligen als auch des heutigen Unternehmens, für das sich unter dem aktuellen Namen »Mohr Plank Reinigung« bis heute im Netz beste Bewertungen finden.
🤓 🔠 👔 🧺

24.11.2025

Wieviel wiegt das Nichts? Mit dieser Frage beschäftigen sich Wissenschaftler*innen rund um die Welt schon seit geraumer Zeit. Sie erforschen dazu den bizarren Mikrokosmos der Quantenphysik ebenso wie die unvorstellbaren Dimensionen des für uns sichtbaren Universums. Komplexe Formeln werden diskutiert, kühne Theorien aufgestellt, Präzisionsexperimente in seismisch abgelegenen, hunderte Meter tiefen Schächten durchgeführt¹, es werden Nullpunktfluktuationen, die Lamb-Verschiebung der Spektrallinien von Atomen und die Casimir-Kraft gemessen² und allerlei mehr, was das Allgemeinwissen wohl der meisten Menschen übersteigt.

Vielleicht, aber nur vielleicht, ist ja das typographische Montagsbonbon dieser Woche – nun wieder ein fotografisches Mitbringsel aus Freiburg – ein viel einleuchtenderer, triftiger und für jede/n ganz leicht nachvollziehbarer Beweis dafür, dass Löcher (die ja prinzipiell aus Nichts bestehen und als sogenannte »Punzen« auch im Inneren vieler Buchstaben vorkommen) tatsächlich ganz schön schwer sein können.
😉 🔠 🤓

1 ➡️ Scientific American: »How Much Does ›Nothing‹ Weigh?«
2 ➡️ pro-physik.de: »Wie viel wiegt Nichts?«

(Schriftart: »Frutiger Bold«)

21.11.2025

Wie regelmäßige Mitleser vielleicht schon bemerkt haben, sind viele meiner Fundstücke in der Kategorie »Reisefunde« einsortiert. Ich reise gerne und oft. Die Möglichkeit, die Option Homeoffice zu nutzen, gibt mir die Freiheit, auch außerhalb meiner verfügbaren Urlaubstage bisweilen unterwegs oder an Kurzreisezielen zu arbeiten – Hauptsache, der Arbeitsort bietet einen verlässlichen Internetzugang.

Was ich immer wieder feststelle, ist, wie groß der Einfluss der Jahres- und Tageszeit bzw. des Wetters sein kann, wenn ich Ausflüge zu einem bestimmten Ort unternehme. Natürlich ist es immer begrüßenswert, wenn es nicht regnet, solange ich draußen unterwegs bin. Aber z.B. den Prager Friedhof Vyšehrad an einem nebligen Tag im Spätherbst zu besuchen, ist um vieles stimmungsvoller als dies an einem sonnigen Sommertag zu tun. Manchmal wird die Atmosphäre an historischen Orten erst durch Licht, Wind, Wolken und Wetter richtig perfekt.

Genau so ein Erlebnis hatte ich Mitte Oktober, als ich von Freiburg aus einen Tagesausflug anlässlich eines klassischen Konzerts nach Donaueschingen machte. Das Wetter war wolkenverhangen, Herbstlaub wurde vom Wind durch die Parks getrieben, es regnete zwar nicht, aber der dräuende Himmel hielt anscheinend etliche Touristen in den Häusern, sodass die Straßen und Wege während meines längeren Spaziergangs, den ich vor dem abendlichen Musiktermin unternahm, deutlich leerer als erwartet waren.

Eine der Sehenswürdigkeiten auf meiner Erkundungstour war die Donauquelle in Donaueschingen. Sie liegt in Form eines kreisrunden, eingefassten Beckens am Rande des Schlossparks in einem vertieften Rondell, das über eine Treppe zugänglich ist. Normalerweise – das ist auch auf vielen Fotos im Internet zu sehen – drängeln sich an und um diesen Ort Trauben von Menschen. Doch am Tag meines Besuches waren es nur vereinzelte Grüppchen. Der graue Oktoberhimmel und die schon spürbare frühe Abenddämmerung verliehen dem Ort eine Atmosphäre wie in Thomas Manns »Zauberberg«. Auf der Oberfläche des Beckens trieb gelbes und braunes Laub, das kühle Tageslicht tönte das Bassin leuchtend türkis. Alles fügte sich zur perfekten Stimmung zusammen.

Gegenüber dem Treppeneingang, unter einer Skulpturengruppe genau auf der Westseite des 1875 von Fürst Karl Egon III. errichteten Rondells, ist eine steinerne Tafel mit einem gemeißelten Relief des Wortes »DONAUQUELLE« angebracht. Auf der Südseite befindet sich eine Tafel mit der Inschrift »Über dem Meere 678 Meter« und am nördlichsten Punkt eine weitere, auf der »Bis zum Meere 2840 Kilometer« zu lesen ist.

»Über der Do­nau­quel­le wacht die ›Mut­ter Baar‹ in einer 1896 durch Adolf Heer ge­schaf­fe­nen Skulp­tu­ren­grup­pe. Sie weist ihrer Toch­ter, der Jun­gen Donau, den Weg in Rich­tung Osten.«

Quelle: Website der Stadt Donaueschingen

Und eine dieser Steintafeln ist es, die ich von meinem herbstlichen Ausflug heute als typographisches Fundstück mitbringe. Die kantigen, schmalen Lettern erinnern auf den ersten Blick an etliche bis heute populäre Schriftarten, wie etwa die »Compacta« (Fred Lambert, jedoch erst deutlich später [1963] erschienen bei ITC/Letraset) oder »Edel Grotesk«/»Wagner Grotesk« (Johannes Wagner, 1914 bei Wagner & Schmidt), eine Variante letzterer ist die »Aurora«. Bei näherem Hinsehen jedoch fallen einige Details ins Auge, die auf eigens gestaltete Buchstabenformen hindeuten – so etwa bei der hier abgebildeten Tafel die als z gespiegelte Form des s, das u ohne Endstrich unten rechts (abweichend zu m und r oben links) oder der etwas aus dem formalen Rahmen fallende, hakenförmige untere Abschluss des t. Vermutlich war der Bildhauer Franz Xaver Reich, der die dekorativen Ornamente rund um die Quelle schuf, auch verantwortlich für die Anfertigung der Inschriften.

Ich mag auch das – gewiss zur damaligen Zeit übliche – e am Ende des »Meere«. Ich finde, das Wort klingt dadurch irgendwie sehnsuchtsvoller, grenzenloser und abenteuerlicher, als wenn es, wie heute, schon mit dem r endete. Und es weckt in mir gleich schon wieder Lust auf die nächste Reise.
🤓 🔠 ⛲️ 🧳

17.11.2025

Als Montagsbonbon schiebe ich – zwischen meinen weiterhin reichlich vorrätigen Fundstücken aus Freiburg – heute mal ein Intermezzo aus Lemgo ein, wohin mich in der vergangenen Woche eine mehrtägige Dienstreise führte. Kaum 100 Meter voneinander entfernt fotografierte ich zwei separate Gewerbebeschriftungen, die beide etwas gemeinsam haben.

Zugunsten der Ehrenrettung des Restaurants (laut örtlicher Empfehlungen eins der besten italienischen Lokale der Stadt, was ich nach einem Abendessen dort bestätigen kann) bitte ich darum, das deutlich überdimensionierte V und das etwas zu kleine O, die falschen Kapitälchen¹ und die *hust* »suboptimalen« Abstände der Buchstaben 🫣 bei der Beantwortung der Frage großmütig zu übersehen.

Worin besteht die Gemeinsamkeit der beiden Schriftzüge?
(Tipp: Es ist nicht die Schriftart – das VESUVIO nutzt die »Times New Roman«, der Raumausstatter TASCHE die »Plantin Now«.)
🤓 🔠 🧐

Die Auflösung steht im Akkordion-Block unterhalb der beiden Fotos. ⬇️


¹ Beim VESUVIO ist der Name in sog. »falschen Kapitälchen« gesetzt. Das bedeutet: die Strichstärke des V-Anfangsbuchstabens wirkt im Kontrast zu den nachfolgenden kleineren Versalien viel zu mächtig, da der Buchstabe nachträglich manuell hochskaliert wurde. Wer »echte Kapitälchen« nutzen möchte, sollte eine Schriftart wählen, in deren Zeichenvorrat separate Varianten für »große Großbuchstaben« und »kleine Großbuchstaben« existieren. Darin sind die Strichstärken sowie Größenverhältnisse der Initialen zu den kleineren Folgezeichen harmonisch aufeinander abgestimmt.

Auflösung lesen

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »